Re: Epipactis peitzii

Geschrieben von Martin Hild am 24. Juli 2017 10:58:03:

Als Antwort auf: Epipactis peitzii geschrieben von Bernd Tenschert am 23. Juli 2017 17:44:57:

Der Standort der peitzii ist tatsächlich in diesem Jahr durch massiven Holzeinschlag mit Harvestereinsatz stark beschädigt worden.
Im letzten Jahr sah das Biotop noch gut aus, wenn auch nur einstellig Pflanzen zur Blüte kamen.
Mein Besuch im Juni diesen Jahres, im Rahmen einer D. praetermissa Nachsuche in der Nähe, ließ mich tatsächlich erschrocken zurück. Buchen waren rausgeschlagen, der Boden betonhart und knochentrocken. Dabei war das Jahr ansonsten im Taunus recht gut.
Ich befürchte, dass dieser Standort verloren ist.

Viele Grüße,
Martin Hild

>Nachdem dieses Forum in letzter Zeit etwas still von sich "rumdümpelt" habe ich heute ein Thema, dass uns alle wachrütteln sollte.
>Ich war dieses Wochenende im Taunus, um ein paar Fotos der Epipactis peitzii zu machen. Mein letzter Besuch dürfte wohl etwa 15 Jahre zurückliegen und ich hatte eine große Population in einem gepflegten Buchenwald im Gedächtnis. Wie sich der Standort heute präsentiert, hat eher etwas Erschreckendes. Überall liegen geschlagene Buchen herum, teilweise auch schon längere Zeit; zudem Äste und Gestrüpp, so dass es schwer fällt, durch den Wald zu laufen. Es ist eher eine schweißtreibende Kletterei!
>Überdies war nicht eine einzige Peitziipflanze zu finden! Liegt dies nun an diesem schlechten Jahr oder dürfen wir uns von einer der wenigen endemischen Orchideen Deutschlands geistig verabschieden?
>Meine Frage: wer hat wann noch Pflanzen gesehen in den letzten Jahren? Und: es muss dort unbedingt etwas geschehen - weitere Buchen sind schon markiert und sollen sicherlich auch noch geschlagen werden. Dann ist es sowieso fraglich, ob man diese Rarität noch retten könnte.
>Herzliche Grüße,
>Bernd



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