Re: Bestäubung - Keimung

Geschrieben von Helmut Presser am 01. Mai 2017 20:48:26:

Als Antwort auf: Re: Bestäubung - Keimung geschrieben von Jürgen Griego am 28. April 2017 09:42:25:

Vielen Dank ihr beiden! Keimversuche sind doch ein wenig aufwändig und ich weiß ja nicht, welche Art ich dieses Jahr bestäuben will. Ich dachte, dass es da vielleicht schon Erfahrungen gibt.
Berthold, ich wollte nicht zu den Züchtern überwechseln, sondern eigentlich nur Einzelpflanzen im Gelände ein bisschen helfen. Dies war mir mal ganz gut mit Or. mascula gelungen, aus einer wurden inzwischen fast 30. Heute weiß ich aber nicht mehr, ob ich dazu nicht illegal ;-) Pollinarien von einer anderen Pflanze geholt habe. Bei Kartierungen kommt es halt immer mal vor, dass man eine Einzelpflanze weitab von anderen findet. Es dürfte bei natürlicher Fernausbreitung ja die Regel sein.
Schöne Grüße,
Helmut.

>Hallo Herr Presser,
>bei Erdorchideen kann eine Selbstung in so einem Fall Erfolg bringen. Mir ist nicht bekannt ob und welche Arten selbststeril sind. Bei tropischen Orchideen ist die Eigensterilität gar nicht so selten.
>Wenn es sich um ein Einzelexemplar handelt und man eine Selbstbestäubung durchführt sollte man die Pflanze keine weiteren Samenkapseln ansetzen lassen um die neue Knolle zu schonen.
>Normalerweise versucht man auch in der Nachzucht mindestens 2 Pflanzen gegenseitig zu bestäuben und dann auszusäen. Ich habe eine einzelne Plat.bifolia letzte Jahr mit eigenem Pollen belegt und symbiotisch ausgesät. Die sind ganz gut gekeimt. Ich habe jedoch keine Keimrate bestimmt. Sie war sicherlich höher als 50%. Ich will davon dieses Jahr sowieso nochmal aussäen, dann kann ich das nachholen. Wenn Sie einen Vergleich haben wollen, schicken Sie mir etwas Saat von gegenseitig bestäubten Pflanen. Ich habe leider keine Zeit mich um Anträge und Genehmigungen zu kümmern - das müssten Sie in dem Fall übernehmen.
>In Marburg musste vor ein paar Jahren eine einzelne, vegetativ vermehrte A.pyramidalis entnommen werden, da am Standort der Kiesabbau aufgegeben wurde und der Standort durch Abstellen der Pumpen überstaut wurde. Die Pflanzen wurden im botanischen Garten Marburg asymbiotisch in vitro vermehrt. Es ist gelungen, aber auch dort weiß nichts über die Keimraten.
>Viele Grüße Jürgen Griego



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