Re: Bestäubung - Keimung

Geschrieben von Berthold am 28. April 2017 21:30:45:

Als Antwort auf: Bestäubung - Keimung geschrieben von Helmut Presser am 27. April 2017 20:37:31:

>Hallo zusammen,
>ich hätte mal eine Frage an die Züchter. Hier und da findet man ja eine lokal seltene Art in nur einem Exemplar. Inwieweit macht es Sinn, dieses mit eigenem Pollen selbst zu bestäuben, damit sie Früchte bekommt? Ich glaube mich zu erinnern, dass dann nur ein gewisser Prozentsatz der Samen keimfähig ist. Kann man dies in Zahlen fassen (z.B. bei sphegodes sind 50% statt 90% der Samen keimfähig, bei Himantoglossum 20 statt 80 etc.)?
>Schöne Grüße,
> Helmut Presser.


Ja, das stimmt. Es hängt stark von der Art ab und die Anzahl der keimfähigen Samen schwankt zwischen 0% und 100%.
Bei der selbstbestäubenden Ophrys apifera tendiert der keimfähige Samen logischer Weise zu 100%, bei vielen mediterranen Ophrys wie kotschyi oder iricolor zu nahe 0%.
Viele Arten lassen sich vegetativ vermehren durch Knollenentfernung zum richtigen Zeitpunkt.
Ein weiteres Verfahren wäre die Befruchtung im Labor nach dem Embryo-Rescue-Verfahren oder die Erzeugung einer Kreuzung mit anschliessender Rückzüchtung. Das wäre jedoch nur jungen Leuten zu empfehlen.


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