Re: Dieser Standort dürfte erloschen sein

Geschrieben von Berthold am 21. Juni 2016 15:01:27:

Als Antwort auf: Re: Dieser Standort dürfte erloschen sein geschrieben von Thomas Zinnecker am 21. Juni 2016 11:21:07:

>Ich habe selbst schon Einheimische Orchideen aus Samen gezogen ohne Fachmann zu sein. Man kann sich so etwas sehr gut selbst beibringen und kann damit sogar mehr zum Fachmann werden als die eigentlichen Fachleute. Wir haben uns damals kleine Samenportionen, seltener Arten durch 3 oder 4 Hobby Aussäer geteilt um die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Keimung zu erhöhen. Für die Weiterkultivierung, nach der Sterilzeit, benötigt es dann ähnlichen Enthusiasmus und ich sag mal, dass es auch hier "geht nicht gibts nicht" gilt.

Ich stimme zu.
Das Basishandwerk ist das saubere Arbeiten unter sterilen Bedingungen. Man sollte den Unterschied zwischen chemisch rein und biologisch rein kennen.
Wenn man die Nährböden selber mischen möchte, muss man wissen, wie man einen schlecht wasserlöslichen Wachtumsregulator in einer Konzentration von z. B. 0.5 ppm in ein 200 ml-Wasser-Gefäss mischen kann.

Diese Dinge lernt man in den ersten Semestern verschiedener Studiengänge wie Chemie, Biologie, Medizin oder Pharmakologie. Man kann sie sich als Fachfremder aber auch selber aneignet durch Literaturstudium und Versuch und Irrtum.

Alles andere sind emotionale Eigenschaften wie Ehrgeiz und Ausdauer, ein kleiner Laborplatz in der Küche und ein kleines Gewächshaus zur sicheren Aufzucht der pikierten Sämlinge.
Bei einigen Arten ist für die erfolgreiche Aufzucht auch Glück notwendig, da sie sehr infektionsgefährdet sind. Das Auftauchen eines Infektionskeimes (Pilz oder Bakterien) geschieht rein zufällig.
Das gilt insbesondere für die asymbiotische Aussaat (Nährboden ohne Keimpilze).


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