Re: Dieser Standort dürfte erloschen sein

Geschrieben von Helmut Presser am 13. Juni 2016 21:24:43:

Als Antwort auf: Re: Dieser Standort dürfte erloschen sein geschrieben von Thomas Zinnecker am 12. Juni 2016 20:53:51:

Die anderen Standorte sind alle eingezäunt und liegen zum Teil im Sperrgebiet mit absolutem Betretungsverbot. Ich konnte sie in einem Jahr finden, als dies kein Sperrgebiet (militärisch) mehr bzw. noch kein Sperrgebiet (Munition, Naturschutz) war. Das sollte man jetzt durchaus ernst nehmen. In allen Bereichen gibt es reichlich Bastarde, die reinen ruthei blühen etwas später. Auch im Slipgraben gibt es viele Hybriden. Ich bin aber zuversichtlich, dass man nächstes Jahr viele reine ruthei dort besichtigen kann.
Allerdings wäre eine Nachsuche im polnischen Teil sehr interessant, dort sah ich im Sommer ausgedehnte passende Biotope. Das wäre ja auch nahe am L.c.
Schöne Grüße,
Helmut Presser.

>Vielen Dank für die Entwarnung Herr Presser,
> meine Befürchtung war ja eine gewollte Trockenlegung und damit Zerstörung des Standortes um dort Häuser bauen zu können. Komisch kam mir schon vor, dass ausgerechnet die Orchideen ebenerdig abgemäht wurden, Birken und Schilf jedoch unberührt blieben, ein Verbiss erklärt das natürlich. Ich persönlich kenne nur diesen und das Biotop in der Südspitze Gnitz, bei dem ich mir auch nicht sicher bin ob das majalis Hybriden sind. Wenn es noch andere Standorte gibt dann werde ich wohl doch nochmal nach Usedom fahren und mich auf die Suche machen. Vielleicht gibt mir ja noch jemand einen Tipp.
>viele Grüße
> >Hallo,
>>ich war letztes Wochenende erst dort und war auch sehr ernüchtert, als ich um halb 7 früh gleich als erstes den Nordhafen besichtigte. Nach einiger Suche fand ich noch 10 kleine ruthei, es war heuer seeehr trocken und warm dort, sie waren auch sehr früh in Blüte. Allerdings sah ich überall Grundblätter und ein Naturschutzfreund erzählte mir, er habe 100e vor einer Woche gesehen, eine wahre Pracht. Des Rätsels Lösung: Damwild war inzwischen wohl nachts eingefallen und hat alles weggefressen. Bin mir aber sicher, dass die nächstes Jahr wieder kommen, v.a., wenn es mal feuchter ist. Das mit der Bautätigkeit stimmt, hier wurden auch viele ruthei und Anderes zerstört. Diese Stelle soll aber erhalten und eingezäunt werden. Ist sicher nächstes Jahr leicht mit einem Trassierband zu schützen, falls es noch keinen Zaun geben sollte.
>>Da es ein vorsichtiges Management für die Art gibt, haben sich die anderen Fundorte gut gemacht, wie ich sehen konnte. 3 sind fest eingezäunt, sodass nicht einmal Wildschweine mehr eindringen können. Ich habe sicher 1000 D.ruthei in bester Blüte sehen können, wirklich beeindruckend. Diese Stellen sind allerdings für Besucher normalerweise nicht zugänglich.
>>Vielleicht kann ich erreichen, dass noch einige Stellen neu angelegt werden können, damit man ohne Probleme diese schöne Art besichtigen kann. Ich denke, dies könnte relativ schnell funktionieren.
>>Schöne Grüße,
>> Helmut Presser.
>>>Hallo Sebastian, ich war am Boden zerstört als ich das gesehen habe. Fotos hab ich natürlich gemacht, die letzen 4 in dem Album sind von 2014 so als Vergleich https://www.flickr.com/photos/vegabunt/27015241193/in/album-72157669664367545/
>>>Hab inzwischen auch das Naturschutzzentrum in Karlshagen angeschrieben, da hab ich aber wenig Hoffnung
>>>viele Grüße
>>>Tom
>>>
>>>>Hallo Thomas,
>>>>das hört sich sehr erschreckend an. Hast Du davon auch Bilder gemacht?
>>>>Vieleicht weiß Helmut Presser ja etwas mehr, der hier auch mitliest. Bleibt zu hoffen dass es den (allerdings individuenschwacheren) Vorkommen in der Umgebung besser geht.
>>>>Viele Grüße
>>>>Sebastian Hennigs
>>>>



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