Re: Bestäuber-Spezifität und Hennecke & Munzinger

Geschrieben von Werner Seiche am 30. September 2015 17:10:56:

Als Antwort auf: Re: Bestäuber-Spezifität und Hennecke & Munzinger geschrieben von Berthold am 27. September 2015 20:46:04:

Danke für Ihre Antwort. Nach meinem Dafürhalten haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen - das ist das Grundproblem der konventionellen Taxonomie: ein dynamisches System auf ein statisches Ordnungssystem abzubilden! Es reicht nicht, einfach aus jüngst fixierten Hybridschwärmen eine neue Art zu definieren und auf ein altes Taxon aufzupfropfen (Wo denn? Auf Vater oder Mutter oder gar beide? – In letzterem Fall erhielte man sogar eine vernetzte Taxonomie; entsetzlich!!). Außerdem sind im heutigen Bestimmungsbetrieb die meisten „neuen“ Arten(?) nicht wirklich neu, sondern alte Bekannte und nur durch Abspaltung oder Neugruppierung entstanden, also adé Dynamik! Was aber tun? Ich weiß es auch nicht.
Mit dem System von Hennecke & Munzinger kommt wieder etwas Bewegung in die Diskussion, vielleicht führt sie ja zu einer Lösung! Ob z. B. die Aufteilung von Untergattungen anhand des Merkmals Konnektivfortsatz der Weisheit letzter Schluß ist, will ich nicht beurteilen. Aber sie ist, was Anschaulichkeit und Wiedererkennungswert betrifft für die Zielrichtung von Hennecke & Munzingers System (Übersichtlichkeit auch für interessierte Laien) bestens geeignet. Was mich aber an ihrem System fasziniert, ist, daß sie die zur Bestimmung herangezogenen Merkmale rigoros auf intrinsisische Merkmale beschränken. Damit wird viel Wildwuchs beschnitten.



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