Re: Bestäuber-Spezifität und Hennecke & Munzinger

Geschrieben von Berthold am 27. September 2015 20:46:04:

Als Antwort auf: Re: Bestäuber-Spezifität und Hennecke & Munzinger geschrieben von Werner Seiche am 27. September 2015 16:02:58:

>Meine Quintessenz: Eine Artdefinition, die alle zufriedenstellt gibt es nicht, Streitereien darüber sind müßig und keine Artabgrenzung ist „wissenschaftlicher“ oder „richtiger“ als eine andere, sie kann nur hinsichtlich der Gruppe, die angesprochen werden soll mehr oder weniger geeignet sein.
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>Nichts für Ungut!
>Werner Seiche

In Deutschland haben sich in den letzten Jahrzehnten an vielen Ophrys-Standorten Hybriden-Schwärme ausgebildet, die teils zu genetisch stabilen Formen geführt haben.
Es scheint so zu sein, dass diese Pflanzen von unterschiedlichen Insekten oder Spinnen bestäubt werden.
Unter Berücksichtigung dieser Tatsache ist es grundsätzlich fragwürdig, Ophrys-Arten nach ihren Bestäubern zu definieren, auch wenn das sicherlich für viele Arten möglich sein mag.
Ich denke, die Artenausbildung ist ein dynamischer Prozess, der nicht abgeschlossen ist und nie abgeschlossen sein wird. Das liegt sicherlich auch daran, dass die Bestäuber von Zeit zu Zeit durch genetische Veränderung ihre "Vorlieben" ändern.


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