Re: Blüte

Geschrieben von Helmut Presser am 24. Juli 2014 14:52:50:

Als Antwort auf: Re: Blüte geschrieben von Stefan Gey am 24. Juli 2014 10:28:58:

Hallo,

Sebastian hat völlig Recht, astreine helleborine. Muelleri erkennt man am breiten, flachen Durchgang von Hypochil zu Epichil und v.a. an der Säule. Die ist bis auf wenige Ausnahmen absolut typisch und leicht zu erkennen. Eh ich das aber nun erkläre, verweise ich auf bessere Bücher, wo das zu sehen ist oder auf die AHO-Bayern-Seite, wo man reichlichst Bilder aus dem gesamten Verbreitungsgebiet betrachten kann:
http://www.aho-bayern.de/epipactis/fs_epipactis_1.html
Nicht verzweifeln, so schwer ist das meistens gar nicht!

Viel Glück beim nächsten Mal,
Helmut Presser.


>Danke für deine Antwort! Genau mit dieser Vielgestaltigkeit der helleborine habe ich ein riesiges Problem. Im Prinzip könnte man dann außer die klar abzutrennenden Arten atrorubens, palustris, purpurata und microphylla alles helleborine s.l. nennen was das so rumsteht. Anhand welcher Kriterien bei autogamen Arten eine Differenzierung erfolgt ist mir ein riesengroßes Rätsel. Morphologische können es demnach kaum sein. Auch helleborine besitzt autogame Sippen! Da steht also eine Pflanze die für mich morphologisch muelleri ist, sie aber eine helleborine sein soll, weil sie allogam zu sein scheint. Wenn helleborine aber autogame und allogame Sippen umfasst, warum kann dies bei muelleri nicht auch der Fall sein? Wie diese Abgrenzungen festgelegt werden war mir schon immer unklar. Sollte es mal dazu kommen, dass Epipactis genetisch sequenziert wird, bin ich sehr auf die Ergebnisse gespannt. Die wird mit hoher Sicherheit zu einem Zerfall des Helleborine Aggregats führen, was schon allein ökologisch nur allzu gut zu begründen wäre.



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