Re: Dactylorhiza ruthei-Standort extrem gefährdet

Geschrieben von Helmut Presser am 15. Juni 2009 16:59:16:

Als Antwort auf: Dactylorhiza ruthei-Standort extrem gefährdet geschrieben von Brigitte Hans Stieglitz am 14. Juni 2009 11:26:12:

Schon geschehen. Ich kann Ihren Aufruf nur unterstützen, die müssen wissen, dass sie beobachtet werden.
Durch gute Pflege hatte sich die Anzahl im Slipgraben auf über 1000 erhöht, nicht auszudenken, wenn man die einfach wegbaggern würde! Allzuviele gibt es nämlich rundum nicht.

Herzliche Grüße,
Helmut Presser.

>Wir besuchten gerade den einzigen deutschen Standort von Dactylorhiza ruthei auf der Insel Usedom. Wir waren vielleicht etwas spät, um die volle Blüte der seltenen Orchidee zu erleben.
>Erschütternder aber war, dass uns offensichtlich sachkundige Einheimische berichteten, der Standort „solle platt gemacht“ werden, um dort eine Feriensiedlung zu errichten. Zudem war in der Vorwoche ein Großteil der Fläche mit Dactylorhiza ruthei gemäht worden.
>Nachdem wir am 09.06.2009 scheinbar wichtige Leute in Anzug und Krawatte mit dicken Aktenordnern unter den Armen beobachten konnten, die in einer Ortsbesichtigung vor allem Interesse für die direkte Umgebung des kleinen Orchideenstandortes zeigten, sind wir zum Naturschutzzentrum Karlshagen gefahren. Dort erfuhren wir, dass nach einem Besitzerwechsel des Geländes tatsächlich nahezu 70 % der Orchideenfläche noch vor der Blüte abgemäht wurde (einen triftigen Grund dazu gab es sicher nicht, außer dass man bezweckte, illegal einen möglichen Hinderungsgrund für Planungen zu beseitigen) und die Untere Landschaftsbehörde sofort eingeschritten sei, um die Maßnahme zu beenden. Man wusste ebenfalls über Bebauungspläne, aber verständlicherweise leider nicht genug.
>Wir gehen deshalb davon aus, dass für den Standort der Dactylorhiza ruthei auf Usedom eine äußerst extreme Bedrohung durch kommerzielle Interessen entstanden ist.
>Leider ist dieser einzigartige Standort nicht als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Für die Erhaltung der Art und des einzigen deutschen (oder weltweiten?) Standortes sollten deshalb alle Anstrengungen unternommen werden, damit Naturschutz/Artenschutz nicht zur Beliebigkeit verkommt.
>Helfen Sie mit! Tragen Sie Ideen bei! Versuchen Sie selbst, Einfluss auszuüben oder Ihr Missfallen auszudrücken!
>Adressaten:
>Minister Dr. Backhaus, Regierung MV, e-mail: poststelle@lu.mv-regierung.de
>Bundesumweltministerium, e-mail: service@bmu.bund.de
>Umweltkommissariat der EU, e-mail: stavros.dimas@ec.europa.eu
>
>Brigitte Hans Stieglitz



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